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In die Welt kommen

Es ist zunächst nicht mehr als ein Funke, eine Sternschnuppe am Himmel, die die Bewegung auslöst. Im Kreis Spiralen drehend nimmt die Idee Gestalt an in unscharfen Bildern. Auf den Blitz warten, der sich aus der ständigen Reibung mit den inneren Bildern entwickelt. Er gibt der Ahnung die erste klare Form. So soll es sein und nicht anders!
Hand anlegen, den rechten Ton finden und gestalten. Mitschwingen und weiterbilden. Form aus der Form oder in der Form finden. Tiefer spüren und reifen lassen. Schaben, auftragen, wegkratzen, Spuren hinterlassen wie Narben.
Nun aufschneiden, scheinbar zerstören, um auszuhöhlen und Platz zu schaffen, um dann erneut die Form zusammenzusetzen.
Auf das Wesentliche reduzieren, während die Feuchtigkeit auszieht: Alles hält die äußere Haut und von innen heraus strahlt der Funke ins Leben.
Er findet seine intensivste Verbindung im Spiel mit dem Feuer, wenn die Form heiß verdichtet wird und fest. Oder zerspringt im wilden Tanz mit der Hitze. Abkühlen und ruhen, genug ruhen, damit die Form nicht aufplatzt oder reißt. Zeit geben.
Die ausgekühlte Form halten und weiter Leben einhauchen durch die Farbgebung. Einreiben, abwischen, Spuren verdeutlichen, die Form vertiefen. Wieder dem Weg des Trocknens und Brennens folgen, zu Ende gehen.
Jetzt ist genug getan. Die reiche Fülle ist geschaffen. In die Welt geben.
 
  Andrea Michel  
     
  der schwung .. von dr. ingeborg besch

vernissage HWK - begrüßung .. von andrea michel
 
   
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