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  Projektbeschreibung „Spurensuche weiblich“ 2011/2012  
     
   
     
 

Mein Arbeitsprojekt Spurensuche weiblichist in seinem ersten Teil beendet.
Im Zeitraum vom 1. Juni 2011 bis zum 19. Juni 2012 sind 385 Frauencollagen in 13 Mondzyklen entstanden. Jede Collagefrau hat die gleiche Form.
Die Figuren tragen Symbole, Gemaltes, Fotos und Gedrucktes, um ihre Geschichten in das Frauennetz zu weben.
Wie rote Fäden ziehen sich Jahreszeiten, Mondphasen und die Verbindung zur Natur und Tieren durch die Arbeit.
Mir war wichtig benutzte Materialien zu verarbeiten. Alte Postkarten, Fotos und schon gebrauchte Kartonage bekamen erneut Bedeutung, denn letztlich setzen wir Neues immer auch aus Altem zusammen.
Verschiedene Farb- und Papierschichten erzählen von langen Zeitreisen unserer Großmütter und Ahninnen, und dass deren Geschichten immer noch in unseren Zellen zu finden sind.
Jede der Frauen steht für sich und einen Tag. Zwei Tagesfrauen verbinden sich jedoch Rücken an Rücken, um gemeinsam stärker zu werden.
Es ist die Vielfalt, dass alles sein darf, wozu sie ermutigen wollen.
Mit diesen 385 Frauencollagen war ich ein volles Jahr unterwegs.
Es war ein Weg, auf dem ich meiner Ungeduld, meinen Ängsten, meiner Trauer, meiner Freude und meiner Kraft begegnet bin.
Während dieser Zeit bin ich als Künstlerin und Frau vielen Spuren gefolgt und habe ihnen nachgespürt.

 
     
 

Im zweiten Teil meiner Projektarbeit möchte ich in einer Netzinstallation mit allen 385 Frauen eine farbenfrohe Spur in die Zukunft legen.
Die Betrachterinnen haben die Möglichkeit, selbst das Netz mitzugestalten.
Beim Kauf einer Collagefrau können sie eine Platzhalterin in das Netz zurück geben.
So entsteht ein Kreislauf, bei dem wunderbare Geschichten ausgetauscht werden und das Frauennetz selbst Stärke und Tiefe gewinnt.

 
     
   
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